Meldung von 2019
Tote Wildschweine in Ungarn
Ein eingezäuntes Gehege, hunderte verendete Stücke – und in der Gegend zuvor kein einziger ASP-Fall. Die Schlussfolgerung der Behörden war eindeutig.
Stand dieses Beitrags: 7. Oktober 2019
Diese Meldung stammt aus dem Jahr ihrer Veröffentlichung und beschreibt den damaligen Stand. Das Seuchengeschehen hat sich seitdem verändert. Den heutigen Stand zu betroffenen Gebieten und geltenden Auflagen nennen das Friedrich-Loeffler-Institut und die Veterinärbehörde Deines Landkreises. Die Krankheit selbst ist im Beitrag Afrikanische Schweinepest – Infos für Jäger beschrieben.
Was gefunden wurde
Im Oktober 2019 wurden in einem eingezäunten Wildgehege bei Budapest hunderte an der Afrikanischen Schweinepest verendete Wildschweine gefunden. Die überlebenden Stücke wurden zur Sicherheit getötet, wie das ungarische Landesveterinäramt bestätigte.
Warum der Fall lehrreich ist
In der Gegend war die ASP bis dahin nie aufgetreten – weder in freier Wildbahn noch in Hausschweinbeständen. Und das Gehege war eingezäunt: Kein infiziertes Wildschwein konnte hinein.
Die einzige Erklärung
Das Virus muss von einem Menschen eingeschleppt worden sein – über Futter, über Speisereste, über kontaminiertes Material. Das ist die unangenehme Wahrheit hinter diesem Fall, und sie gilt überall: Ein Zaun hält Wildschweine auf, nicht das Virus.
Was Jäger daraus mitnehmen
- Keine Speisereste im Revier zurücklassen – auch keine Wurstbrote.
- Nach Auslandsreisen Kleidung, Schuhwerk und Ausrüstung desinfizieren.
- Kein Fleisch, keine Trophäen, keine Decken aus betroffenen Gebieten mitbringen.
- Kirrmaterial nur aus unbedenklicher Quelle verwenden.
Das Virus ist in Fleischerzeugnissen monatelang haltbar und übersteht Pökeln und Räuchern. Genau deshalb ist ein achtlos entsorgtes Brot ein realer Übertragungsweg – und kein theoretischer.
Wie die Seuche 2020 dann nach Deutschland kam, steht im Beitrag ASP in Deutschland angekommen.