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Tontaubenstand Schüler beim Schiessen
05.06.2017

Ab welchem Alter kann ich den Jagdschein machen?

Mit dem Jagdschein in der Tasche steht der Jagd nichts mehr im Wege. Um den Jagdschein überhaupt erst einmal machen zu dürfen, gilt es jedoch einige Voraussetzungen zu erfüllen. Diese betreffen auch das Alter eines Jagdscheinanwärters. Welche Voraussetzungen Nachwuchsjäger konkret erfüllen müssen, um eine Jagdschule besuchen und anschließend auch die Jagdprüfung ablegen zu dürfen, haben wir in diesem Artikel festgehalten.

In der Bundesrepublik Deutschland zählen wir gegenwärtig über 380.000 Jäger. Noch vor wenigen Jahren zählte man gerade einmal rund 360.000 Jagdscheininhaber in Deutschland. Die Jagd erfreut sich somit sichtlich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das gilt selbstverständlich auch für die deutsche Jugend. Die Nähe zur Natur, der angewandte Naturschutz und natürlich die Freude an der Jagd sind dabei nur einige wenige Gründe, warum sich immer mehr Menschen für den Jagdschein entscheiden.

Mindestalter für den Jagdschein

Das Mindestalter für den Jagdschein ist 16 Jahre. Zumindest für die Prüfung. Ähnlich wie beim Autoführerschein darf nämlich bereits mit 15 1/2 Jahren mit den Lehrgängen begonnen werden, um mit Vollendung des 16. Lebensjahres die Jägerprüfung ablegen zu können. Wer die Prüfung bestanden hat, aber noch nicht 18 Jahre und somit volljährig ist, der erhält den sogenannten Jugendjagdschein.

Übrigens: In den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz gibt es diesbezüglich keine Regelung in den Prüfungsverordnungen und damit wäre der Jagdschein theoretisch bereits ab dem 14. Lebensjahr möglich, da ab diesem Alter das jagdliche Schießen offiziell erlaubt wird.

Der Jugendjagdschein

Die Prüfung zum Jugendjagdschein erfolgt unter den gleichen Bedienungen, wie wenn man bereits das 18. Lebensjahr erreicht hat und den herkömmlichen Jagdschein erlangen möchte. Das bedeutet, dass ebenso 130 Stunden umfassende Theorie- und Praxislehrgänge erforderlich sind. Auch die persönliche Eignung muss gegeben sein. Die Schießausbildung auf einem Schießstand gehört natürlich ebenfalls dazu.

Nach Bestehen der Jägerprüfung ergeben sich allerdings einige Einschränkungen gegenüber dem „normalen“ Jagdschein. So muss der jugendliche Jäger auf der Jagd stets in Begleitung eines Erwachsenen sein. Dabei ist es erforderlich, dass diese Begleitperson jagdliche Erfahrung vorweisen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Person einen gültigen Jagdschein benötigt. Die Begleitperson muss lediglich einen Jagdschein besessen haben.

Darüber hinaus ist es jugendlichen Jägern nicht gestattet, an Gesellschaftsjagden teilzunehmen. Gesellschaftsjagden werden im Allgemeinen so definiert, dass mehr als drei oder vier Personen als Jagdausübende bzw. Waffenträger teilnehmen. Außerdem dürfen Inhaber des Jugendjagdscheins weder Waffen noch Munition besitzen. Zur Jagd oder zum Übungsschießen dürfen diese Dinge aber selbstverständlich ausgeliehen werden.

Tipp: Wer seinen Jugendjagdschein schnellstmöglich nach bestandener Prüfung erhalten möchte, sollte sich wegen der durchzuführenden Zuverlässigkeitsprüfung möglichst frühzeitig mit der Behörde in Verbindung setzen.

Jagdschein Alter: Und mit 18. Jahren?

Mit Erreichen des 18. Lebensjahrs kann der Nachwuchsjäger seinen Jugendjagdschein auf einen „herkömmlichen“ Jagdschein umschreiben lassen. Eine erneute Prüfung ist dann nicht mehr vonnöten und die bisherigen Einschränkungen entfallen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen dann auch eigene Waffen sowie Munition erworben werden.

Quellen: Zahlen und Fakten vom DJV

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