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Rapsfeld vor einem Waldrand im Lehrrevier auf der Schwäbischen Alb

1.400 Hektar auf der Schwäbischen Alb

Das Lehrrevier

Hier wird aus Lehrstoff Anschauung: Wild in seiner natürlichen Umgebung, Bäume und Sträucher am lebenden Exemplar.

Ein Lehrrevier ist ein Jagdrevier, in dem angehende Jäger die praktische Ausbildung unter Anleitung erhalten. Bei uns verbindest Du dort den Unterricht mit Wildansprache, Lebensraumkunde und Reviereinrichtungen. Unsere Lehrreviere liegen auf der Schwäbischen Alb. Das größte umfasst 1.400 Hektar und ist für die Ausbildung so günstig geschnitten, wie man es sich wünscht.

Was dort steht und lebt

  • ein Waldlehrpfad mit allen heimischen Baum- und Straucharten
  • ein Stillgewässer
  • Rehwild, Schwarzwild, Fuchs und Enten in ihrer natürlichen Umgebung
  • jagdliche Einrichtungen, die im Kurs auch selbst gebaut werden
Hölzerner Hochsitz mit Leiter am Rand eines Nadelwaldes
Jede Einrichtung im Revier steht an einer Stelle, für die es einen Grund gibt. Welcher das ist, lernt man nicht am Tisch.

Warum das für die Prüfung zählt

In der mündlich-praktischen Prüfung sollst Du Blätter, Nadeln, Knospen, Rinde und Früchte bestimmen können – und Wild ansprechen. Am lebenden Exemplar geht das anders ins Gedächtnis als auf einer Folie. Genau dafür ist der Waldlehrpfad da.

Im Revier bauen wir außerdem jagdliche Einrichtungen, legen Wildäsungen an und arbeiten mit unseren Jagdhunden. Was hier passiert, gehört zum praktischen Teil der Ausbildung; die Schießausbildung findet auf dem Jagdparcours-Schießstand statt.

Was im Revier gebaut wird

Kanzeln und Ansitzleitern stehen nicht von selbst im Revier. Im Kurs werden sie gesägt, verschraubt, aufgerichtet und an ihren Platz gesetzt – mit allem, was dazugehört: Wind, Wechsel, Sicht und die Frage, wohin die Kugel geht, wenn sie vorbeigeht.

Das ist der Teil der Ausbildung, der am wenigsten nach Unterricht aussieht und am längsten hängen bleibt. Wer eine Kanzel einmal selbst aufgestellt hat, sieht danach jede andere mit anderen Augen – und versteht, warum sie dort steht und nicht zwanzig Meter weiter.

Teleskoplader hebt eine fertige Kanzel neben eine Feldscheune
Gebaut wird in der Halle, gesetzt wird im Revier. Beides gehört zum Kurs.

Das Wasser im Revier

Ein Gewässer im eigenen Lehrrevier ist die Ausnahme, und für die Ausbildung ist es ein eigenes Kapitel. Wasserwild spricht man anders an als Schalenwild: Es zeigt sich kurz, oft im Flug, und wer die Arten nur von der Tafel kennt, erkennt sie am Wasser nicht wieder. Was dort schwimmt und was davon überhaupt jagdbar ist, steht unter Entenjagd und in den Jagdzeiten.

Wann Du dort bist

In jedem Kursformat stecken Tage im Lehrrevier – beim Wochenendkurs über die Wochenenden verteilt, beim Blockkurs am Stück, beim Onlinekurs gebündelt an sechs Praxistagen. Der Stoff ist überall derselbe; verschieden ist nur, wie er sich über die Zeit verteilt. Welches Format wann läuft, steht in der Kursübersicht.

Die Jagd live miterleben

Im Rahmen der Ausbildung nimmst Du an Einzel- und Gesellschaftsjagden teil. Das ist der Punkt, an dem viele merken, dass die Jagd mehr ist als das, was im Lehrbuch steht: Ansitz, Wetter, Geduld, Verantwortung.

Wie das Revier aussieht, zeigen die Bilder und Videos.

Ansprechen lernt man draußen

Im Lehrrevier siehst Du, worum es geht. Frag uns nach dem nächsten Praxistag.

Anfrage Anrufen: 0711 652 259 67