Hand aufs Herz
Warum wir nicht mit 100 % werben
Eine makellose Bestehensquote klingt gut. Sie ist nur leider unrealistisch – und deshalb kein Qualitätsmerkmal.
Jeder von uns hat schon staatliche Prüfungen abgelegt und weiß: Eine Quote von 100 Prozent kann es bei einer einzelnen Prüfung durchaus geben. Als dauerhafte Quote über Jahre hinweg ist sie nicht realistisch. Deshalb werben wir nicht damit.
Bei den Prüfungen in Baden-Württemberg, an denen wir über zehn Jahre lang teilgenommen haben, lagen 70 bis 80 Prozent im realistischen Bereich (Stand 2021). Heute treten unsere Teilnehmer in Bayern an. Wer etwas anderes verspricht, verkauft.
Ein einfacher Test
Wenn eine Jagdschule mit einer 100-%-Quote oder einer Geld-zurück-Garantie wirbt: Lass es Dir schriftlich geben – dass Du zu 100 Prozent bestehst beziehungsweise bei Nichtbestehen den vollen Betrag zurückbekommst. Lies dazu die AGB; dort steht meist eine Klausel im Kleingedruckten.
Warum eine Geld-zurück-Garantie nicht funktionieren kann
Rechne einmal mit: Fachreferenten, Munition, Schießstandgebühren, Lehrunterlagen, Miete. Diese Kosten entstehen unabhängig davon, ob jemand besteht. Kein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen kann sie dauerhaft selbst tragen. Die Garantie ist deshalb entweder eingeschränkt – oder sie wird eingepreist.
Woran Du eine Jagdschule tatsächlich erkennst
Fünf Dinge, die sich vor der Anmeldung prüfen lassen:
- Wie lange gibt es die Schule? Das Alter der Domain verrät es. Wir bilden seit 2011 aus.
- Wie viele Fachreferenten unterrichten? Zwei oder drei Ausbilder können sechs Sachgebiete nicht in derselben Tiefe vermitteln. Bei uns sind es 10 – siehe Fachreferenten.
- Gibt es ein eigenes Lehrrevier? Viele Anbieter haben keins. Unseres umfasst 1.400 Hektar – das Lehrrevier.
- In welchem Bundesland wird geprüft? Aus „günstig“ wird schnell teuer, wenn dreimal hunderte Kilometer Anfahrt dazukommen. Bei uns findet die gesamte Prüfung an einem Ort statt: Dillingen an der Donau oder Memmingen.
- Wie lange haben die Ausbilder selbst den Jagdschein? Jungjäger, die anderen das Waidhandwerk beibringen, gibt es öfter als man denkt.
Warum das wichtig ist
In den letzten Jahren sind viele Jagdschulen entstanden. Wo die Fachkompetenz fehlt, leidet der Unterricht: Wenn Ausbilder den Stoff nur vorlesen, weil sie ihn selbst nicht erklären können, merkt man das spätestens in der mündlichen Prüfung – dort wird mit Anschauungsmaterial und an praktischen Fällen geprüft, nicht abgefragt.
Wir distanzieren uns ausdrücklich von Mitbewerbern, die mit einer 100-%-Bestehensquote oder einer Geld-zurück-Garantie werben. Nicht weil wir schlechter abschneiden – sondern weil es nicht der Realität entspricht.
Keine Intensivwoche, keine versteckten Kosten
Zwei weitere Punkte, die beim Vergleichen gern übersehen werden: Bei uns gibt es in keinem Kursformat eine Intensivwoche, für die Du zusätzlich Urlaub einplanen müsstest. Und der Komplettpreis ist einer – was nicht enthalten ist, steht offen in der Preisübersicht.
Häufige Fragen
Bei einzelnen Prüfungen kann das vorkommen. Als dauerhafte Quote ist es unrealistisch – deshalb werben wir nicht damit.
Lass sie Dir schriftlich geben und lies die AGB. Kein Unternehmen kann die Kosten für Fachreferenten, Munition, Schießstand und Lehrunterlagen dauerhaft selbst tragen.
Aus unserer Erfahrung bei den Prüfungen in Baden-Württemberg lagen 70 bis 80 Prozent im realistischen Bereich (Stand 2021). Unsere Teilnehmer prüfen inzwischen in Bayern.
An der Zahl der Fachreferenten, an einem eigenen Lehrrevier, am Prüfungsort und daran, wie lange es die Schule schon gibt. Alles vier lässt sich vor der Anmeldung prüfen.