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Wildschwein steht in dichtem Grün und äugt in die Kamera

Meldung von 2018

ASP in Bulgarien ausgebrochen

Bulgarien hatte einen 130 Kilometer langen Zaun gebaut. Zwei Monate später war die Seuche trotzdem im Land.

überarbeitet am

Stand dieses Beitrags: 24. September 2018

Diese Meldung stammt aus dem Jahr ihrer Veröffentlichung und beschreibt den damaligen Stand. Das Seuchengeschehen hat sich seitdem verändert. Den heutigen Stand zu betroffenen Gebieten und geltenden Auflagen nennen das Friedrich-Loeffler-Institut und die Veterinärbehörde Deines Landkreises. Die Krankheit selbst ist im Beitrag Afrikanische Schweinepest – Infos für Jäger beschrieben.

Was damals geschah

Im September 2018 wurde die Afrikanische Schweinepest mehrfach in Bulgarien nachgewiesen – unweit des Schwarzen Meeres, bei sieben Schweinen. Vier waren bereits verendet, die übrigen drei wurden getötet und entsorgt.

Bemerkenswert war nicht der Ausbruch selbst, sondern seine Vorgeschichte: Bulgarien hatte bereits im Juli mit dem Bau eines 130 Kilometer langen Zauns an der Nordgrenze zu Rumänien begonnen. Er sollte infizierte Wildschweine aufhalten. Er tat es nicht.

Die Lehre: Wasser und Menschen

Bei der Suche nach den Ursachen zeigte sich, dass die Eindämmung ausschließlich auf den Landweg ausgerichtet war. Kurz darauf wurden tote, infizierte Schweine in Gewässern gefunden. Seitdem wurden auch die Wasserwege kontrolliert – und die Möglichkeit geprüft, dass Kadaver illegal entsorgt worden waren.

Warum das für Jäger wichtig bleibt

Der Fall Bulgarien ist ein frühes Beispiel für das, was sich später überall bestätigt hat: Das Virus reist schneller mit dem Menschen als mit dem Wildschwein. Ein weggeworfenes Wurstbrot, ein nicht desinfizierter Transporter, eine illegal entsorgte Decke – das sind die Sprünge über hunderte Kilometer, die kein Zaun aufhält.

Was daraus folgt

Für die jagdliche Praxis heißt das bis heute: Ausrüstung nach Auslandsreisen gründlich reinigen und desinfizieren, kein Fleisch und keine Trophäen aus betroffenen Gebieten mitbringen, Fallwild melden. Und die Schwarzwildbestände konsequent bejagen – siehe Erntejagd und Drückjagd.

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