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Wenn er nicht zurückkommt

Wiederfinden von vermissten Jagdhunden

Ein Hund, der bei der Drückjagd verloren geht, ist selten weit. Entscheidend ist, was in den ersten Stunden passiert.

Stand: zuerst veröffentlicht am

Stand dieses Beitrags: 19. Januar 2018

Die genannten Meldewege gehen auf ein Gemeinschaftsprojekt von Deutschem Jagdverband und Jagdgebrauchshundverband aus dem Jahr 2018 zurück. Ansprechpartner und Adressen können sich geändert haben – die aktuellen Kontaktwege nennen DJV und JGHV sowie Dein Landesjagdverband.

Langhaariger Vorstehhund sucht im hohen Gras

Die ersten Stunden

Besonders in der Jagdsaison verlieren Hunde die Orientierung oder verletzen sich bei der Arbeit. Bevor Du irgendjemanden anrufst, gilt:

  1. Am letzten Sichtungspunkt bleiben. Viele Hunde kehren dorthin zurück. Leg etwas von Dir ab – Jacke, Rucksack, Handschuh.
  2. Jagdleiter und Jagdnachbarn informieren. Ein Hund hält sich nicht an Reviergrenzen.
  3. Suchgebiet strukturiert erweitern, statt planlos zu laufen. Wege, Bachläufe und Waldränder zuerst.
  4. Tierheime, Forstämter und Tierärzte in der Umgebung anrufen – auch über die Kreisgrenze hinaus.

Die Vermisstenmeldung

Der Deutsche Jagdverband hat gemeinsam mit dem Jagdgebrauchshundverband das Projekt „Jagdhund vermisst“ aufgebaut. Vermisstenanzeigen werden nach Regionen sortiert veröffentlicht; zusätzlich informiert ein ehrenamtliches Redaktionsteam umliegende Tierheime, Forstämter und Tierärzte.

Damit eine Meldung etwas bringt, gehören diese Angaben hinein:

  • Ruf- und Zwingername
  • Rasse, Geschlecht und Alter
  • Zeitpunkt und möglichst genauer Ort der letzten Sichtung – wenn möglich mit Koordinaten
  • gechipt: ja oder nein
  • ein aussagekräftiges Foto
  • besondere Merkmale
  • Deine Kontaktdaten

Vorher ist besser als hinterher

Drei Maßnahmen senken das Risiko erheblich, und alle drei kosten wenig:
Chip und Registrierung in einem Haustierregister – ein Chip ohne Eintrag nützt niemandem.
Marke am Halsung mit Deiner Telefonnummer. Wer den Hund findet, soll nicht erst zum Tierarzt fahren müssen.
GPS-Ortungsgerät für Stöber- und Drückjagdhunde. Es ist die wirksamste Einzelmaßnahme – und im Ernstfall die einzige, die in Minuten statt in Tagen wirkt.

Und wenn er gefunden wird

Ein Hund, der Tage unterwegs war, ist erschöpft, dehydriert und möglicherweise verletzt. Erst zum Tierarzt, dann feiern. Und: Meldung zurückziehen, damit das Team nicht weitersucht.

Wie Hunde so ausgebildet werden, dass sie zuverlässig zurückkommen, steht auf der Seite Jagdhund ausbilden lassen.

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