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Jagd im Sommer
14.08.2018

Wertvolle Tipps für die Jagd bei Hitze

Der Ansitz im Sommer kann bei Temperaturen jenseits der 30°C eine echte Belastung sein. Damit Sie für die nächste Jagd bestens gewappnet sind, gibt es ein paar Tipps und Tricks, die für etwas Entlastung bei der Jagd in der Sommerhitze sorgen.

Während sich die Menschen an der Kühlung der Klimaanlagen oder dem kühlen Nass erfreuen, sind Jäger bei Ihrem Ansitz der quälenden Hitze ausgeliefert. Das kann nicht nur eine körperliche Belastung sein, sondern auch der Geist leidet bei den extremen Temperaturen. Es gibt allerdings einige Tricks, mit denen Sie einen kühlen Kopf bewahren.

Vermeiden Sie die Nachmittagshitze

Gerade nach der Mittagssonne hat sich der Boden aufgeheizt, weshalb das Klima am Nachmittag noch mehr drücken kann. Ganz besonders wenn kein Lüftchen weht kann die stehende Hitze eine echte Belastung sein. Wenn Sie sich unbedingt auf die Jagd machen möchten, dann empfiehlt es sich, am Abend den Ansitz in Erwägung zu ziehen. Die Tiere kriechen in jener Zeit ebenfalls aus ihren schattigen Plätzchen hervor, weshalb Sie hier noch bessere Erfolgschancen haben. Alternativ ist auch der Ansitz am Morgen eine Möglichkeit die Jagd im Sommer bei gemäßigten Temperaturen anzutreten.

Wasser in der Nähe kühlt ungemein

Ein Faktor, den viele außer Acht lassen: Wenn sich in der Nähe des Ansitzes Wasser befindet, ist die Hitze deutlich erträglicher. Sollte der Ansitz an keiner natürlichen Wasserstelle (Bach, Tümpel, etc.) liegen, so hat sich das Aufstellen von Eimern beziehungsweise Wannen bewährt, die Sie unmittelbar vor dem Aufbäumen mit kühlem Wasser befüllen.

Genügend Trinken

Ganz speziell in der heißen Jahreszeit und bei besonders heißen Temperaturen ist es wichtig genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der Körper verliert durch Schwitzen sehr viel Flüssigkeit, die ihm wieder zugeführt werden muss. Um Kreislaufproblemen oder Schlimmerem vorzubeugen, sollten Sie mindestens zwei bis drei Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen. Wenn Sie viel Zeit in der Sonne verbringen noch mehr. Alkohol ist ein ganz schlechter Durstlöscher, da die ohnehin schon geweiteten Blutgefäße zusätzlich geöffnet werden und somit das Herz mehr beansprucht wird. Der Genuss von Alkohol ist beim Hantieren mit der Schusswaffe allerdings ohnehin verboten. Nach der erfolgreichen Jagd spricht aber natürlich nichts gegen ein kühles Feierabendbier.

Die richtige Kleidung

Abgesehen von der Flüssigkeitsaufnahme und dem günstigsten Zeitpunkt ist noch die richtige Bekleidung ein wichtiger Faktor. Hier gilt es zuerst die Entscheidung zu treffen: Kurz oder lange? Kurze Kleidung ist natürlich luftiger, birgt allerdings im hohen Gras die Gefahr der Zecken. In der Dämmerung fängt die Haut zudem, umgangssprachlich formuliert, zu leuchten an, weshalb Sie von Tieren leicht ausgemacht werden können. Achten Sie also bei Einbruch der Dämmerung darauf, möglichst wenig nackte Haut zu zeigen. Zudem kann mit dem Sonnenuntergang die Temperatur schnell nach unten sinken, weshalb auch hier lange Kleidung sicher kein Fehler ist.

Noch eine Bemerkung zur richtigen Kleidung: Leinen, Wolle und Loden haben sich beim Abtransport von Wärme und Schweiß vom Körper bewährt. Moderne Funktionskleidung kann dies meist nicht so schnell, weshalb darauf eher verzichtet werden sollte.

Der Hund muss mit oder zuhause bleiben

Das Auto ist bei derartigen Temperaturen und Sonneneinstrahlung eine Sauna mit geringer Luftfeuchtigkeit. Nicht selten kann die Temperatur in den Sommermonaten in einem Fahrzeug locker über 40 Grad Celsius klettern. Aus diesem Grund sollte der vierbeinige Helfer auf keinen Fall im Auto bleiben – auch nicht, wenn das Auto im Schatten parkt. Nehmen Sie Ihren Hund bis zum Ansitz mit. Dort soll er es sich in einem schattigen Plätzchen gemütlich machen. Ist die Mitnahme zur Jagd nicht möglich, dann sollte der Hund besser zuhause bleiben.

Im Falle einer erfolglosen Jagd können Sie die Zeit nutzen und mit Ihrem Vierbeiner ein paar produktive Stunden verbringen. Vor allem bei heißen Temperaturen lieben Hunde die Hundearbeit am Wasser.

Schneller Aufbruch

Sobald Sie erfolgreich ein Wild erlegt haben, ist schnelles Handeln angesagt. Unmittelbar nach der Erlegung muss das Wild aufgebrochen und geborgen werden, da es bei hohen Temperaturen im Sommer zum sogenannten „Verhitzen“ des Wildbretts kommen kann. Diese Art der Fleischreifung macht das Wild für den Menschen ungenießbar, weshalb Sie hier schnell handeln müssen.

Abgesehen von den Temperaturen sind auch die Fliegen im Sommer eine echte Plage. Bereits nach wenigen Minuten kann das Wild mit Eiern der Fliegen kontaminiert sein und somit für den Menschen ungenießbar sein. Um das zu vermeiden sollten Sie ein Fliegennetz verwenden.

Bei schlechten Schüssen und Nachsuchen ist ebenfalls schneller Handlungsbedarf gefragt, denn nach spätestens drei Stunden ist das Fleisch verdorben. Vermeiden Sie daher – wie immer – derartige Szenarien.

Gefahr eines Sonnenstiches

Zu guter Letzt sollten Sie sich nicht überschätzen. Sogar einfache und für gewöhnlich leichte Arbeiten können bei hohen Temperaturen unglaublich anstrengend sein. Vor allem in der prallen Sonne können sich Menschen schnell einen Sonnenstich holen. Erste Anzeichen einer Überanstrengung sind Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Sollten Sie eines dieser Symptome verspüren, suchen Sie ein schattiges Plätzchen auf, setzen Sie sich hin und trinken Sie etwas. Sollten die Symptome nach einer kurzen Ruhepause nicht abklingen, rufen Sie unbedingt Hilfe.

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