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Gais mit Kitz
20.08.2018

Autofahrer aufgepasst: Derzeit sind Rehe sehr oft auf den Straßen unterwegs

Besonders in der Paarungs- oder Brunftzeit sind Rehe und Rehböcke besonders aktiv – auch tagsüber. Deshalb werden Autofahrer dazu angehalten, während dieser Zeit besonders achtsam zu sein.

Nicht nur der Sommer lässt es in den Wäldern heiß hergehen, auch die Rehe und Rehböcke sorgen für heiße Stunden in den Wäldern. Anfang August beziehungsweise Mitte August ist nämlich die Paarungszeit des Rehwildes – oder wie es in der Jägersprache „Brunft“ genannt wird. Während dieser Zeit ist das Wild regelrecht blind vor Liebe und noch deutlich aktiver als das restliche Jahr.

Diesen Umstand bekommen vor allem Autofahrer mit, denn auch tagsüber, wo sich das Rehwild normalerweise meist im Wald aufhält, ist es auf Feldern oder auf Straßen zu sehen. Ein häufiger Grund dafür ist das Paarungsritual der Lebewesen. Vor der Paarung treibt der Bock nämlich seine „Auserwählte“ vor sich her um seine Zuneigung auszudrücken. In den meisten Fällen läuft das Wild kreisförmige Bahnen ab, die in der Jägersprache als „Hexenringe“ bezeichnet werden.

Vorsichtiger und langsamer bei Waldstücken

Nicht selten kreuzen die beiden Wildtiere dabei Straßen oder Wege auf denen Autos unterwegs sind. Damit sowohl Reh als auch Autofahrer und Auto keine Schäden davontragen, werden die Autofahrer dazu angehalten besonders vorsichtig und achtsam auf den Straßen unterwegs zu sein. In der Nähe beziehungsweise entlang von Wäldern empfiehlt es sich das Tempo von 100 auf 80 km/h zu drosseln. Dadurch wird der Bremsweg um 25 Meter verkürzt, wodurch ein rechtzeitiges Stehenbleiben wahrscheinlicher ist.

Alleine im vergangenen Jahr wurden fast 200.000 Rehe auf deutschen Straßen durch Zusammenstöße mit Autos getötet. Abgesehen von den toten Tieren gehen damit auch finanzielle Schäden und Belastungen für die Autofahrer einher.

So vermeiden Sie am besten einen Wildunfall

  • Bei Straßen, die durch ein Waldstück führen, sollten Sie die Geschwindigkeit reduzieren um den Bremsweg zu verkürzen. Je schneller Sie fahren, desto unwahrscheinlicher ist der Stillstand vor einem Reh.
  • Am aktivsten sind Rehe am Morgen, am Abend, in der Nacht sowie bei Nebel. Fahren Sie in dieser Zeit etwas langsamer sowie besonders aufmerksam und vorsichtig.
  • Ein Wild ist gerade über die Straße gehuscht? Nur selten sind die Tiere alleine unterwegs, weshalb Sie mit nachfolgenden Rehen rechnen sollten.
  • Schalten Sie bei Nacht, wenn möglich, auf Fernlicht um. Die Augen des Wildes reflektieren wie Rückstrahler und geben so das Tier frühzeitig zu erkennen.
  • Neue Straßen sind oftmals besonders gefährlich, da das Wild seine Routen beibehält und hier, besonders zu Beginn, öfter kreuzen wird.
  • Beachten Sie die Warnhinweise entlang der Fahrbahn. Häufiger Wildwechsel wird mit entsprechenden Verkehrszeichen beschildert.

Sollte es trotz vorausschauender und vorsichtiger Fahrweise zu einem Wildunfall gekommen sein, informieren Sie umgehend die örtliche Polizei. Diese wird sich um die Verständigung des entsprechenden Jägers kümmern. Wenn Sie den zuständigen Jäger in diesem Gebiet wissen können Sie diesen natürlich auch direkt informieren.

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